Vom 5. bis 6. September 2026 fanden in Kruszwica, Polen, die U23-Europameisterschaften im Rudern statt. Für Alexander Bannwart vom Seeclub Stansstad, war es ein besonderer Wettkampf, da er die Schweiz im Männer-Einer vertreten durfte. Die Rennen wurden auf dem Gopło-See ausgetragen, einer natürlichen Regattastrecke in einer geschützten Landschaft.

Im Männer-Einer waren 14 Boote am Start. Aufgrund eines Problems mit der Startanlage konnten die Vorläufe nicht wie gewohnt mit mehreren Booten gleichzeitig ausgetragen werden. Deshalb wurden die Rennen kurzfristig als Time Trial durchgeführt. Dabei starteten die Boote einzeln mit ungefähr einer Minute Abstand und fuhren jeweils über die normale Rennstrecke. Entscheidend war am Ende die gefahrene Zeit im Vergleich zu den anderen Teilnehmern. Bei einem normalen Rennen kann man sich an den anderen Booten orientieren und sieht direkt, wo man im Feld liegt. Beim Time Trial fährt man dagegen praktisch sein eigenes Rennen und weiss während der Fahrt nicht, wie schnell die Konkurrenz ist. In seinem Vorlauf konnte Alexander eine Zeit von 7:39,68 fahren. Von den insgesamt 14 gestarteten Booten war seine Zeit am Ende die sechstschnellste, womit er sich so für das Halbfinale qualifizieren konnte.

Im Halbfinale fuhr man dann wieder direkt gegen die anderen Boote. Das Tempo war von Beginn an sehr hoch. Der Kroate und der Tscheche konnten bereits am Start Vorsprung gewinnen. Leider konnte Alex sich gegen den Griechen gegen Ende nicht durchsetzen und so startete er am Sonntag im B-Final. Im B-Final wollte er nochmals alles aus sich herausholen und die Europameisterschaft mit einem guten Rennen abschliessen. Das gelang ihm und belegte den 3. Platz im B-Final. Damit beendete er die U23-Europameisterschaft im Männer-Einer auf dem 9. Gesamtrang. Der B-Final wurde von Pietro Zampaglione aus Italien gewonnen, vor dem Deutschen Mads Schmied.

Nach einer kurzen Pause stehen für Alexander und Gian Luca bald die Langstrecken Rennen in Mulhouse an. Die Ergebnisse werden in die Beurteilung einfliessen, ob sie mit dem Elite Kader in Sarnen trainieren können.

Der Seeclub Stansstad drückt den beiden den Daumen.

Bericht: Alexander Bannwart

Bilder: Detlev Seyb