Für Alexander Bannwart vom Seeclub Stansstad ist die Saison 2026 eine ganz besondere. Es ist sein letztes Jahr in der U23-Kategorie.
An der U23-Weltmeisterschaft in Duisburg vertrat er die Schweiz im Männer-Doppelvierer. Gemeinsam mit Nicolas Chambers, Constantin Feuerstein und Ivo Löpfe stellte er sich der starken internationalen Konkurrenz. Für das Schweizer Quartett war das Ziel klar: sich für den A-Final zu qualifizieren und dort um eine möglichst gute Platzierung zu kämpfen.
Bereits im Vorlauf zeigte das Schweizer Boot eine starke Leistung. Von Beginn weg entwickelte sich ein schnelles Rennen, in dem sich die Schweizer Crew gut behaupten konnte. Alexander und seine Teamkollegen fanden ihren Rhythmus und konnten sich im Spitzenfeld festsetzen. AmEnde überquerte das Schweizer Boot die Ziellinie auf dem zweiten Rang. Nur das deutsche Boot war schneller. Mit diesem Resultat qualifizierten sich die Schweizer direkt für den Halbfinal.
Im Halbfinal wurde es ernst. Nur die besten Boote konnten sich für den A-Final qualifizieren. Entsprechend hoch war das Tempo, und über die 2000 Meter wurde um jeden Meter gekämpft.Die Schweizer gingen konzentriert ins Rennen und hielten sich während der gesamten Strecke im Kampf um die vorderen Plätze. Mit einer starken Mannschaftsleistung erreichte das Quartett schliesslich den dritten Rang. Damit war das wichtigste Ziel erreicht: Der Schweizer Doppelvierer stand im A-Final der U23-Weltmeisterschaft.

Im A-Final trafen die sechs stärksten Boote aufeinander. Das Rennen entwickelte sich von Beginn an zu einem harten Kampf. Das Tempo war hoch, die Abstände zwischen den Booten klein. Die Schweizer Crew blieb konzentriert und kämpfte bis ins Ziel um jede Position. Lange konnte das Boot sich auf dem vierten Rang behaupten, wurden dann aber noch vom Boot der AIN auf den letzten Metern verdrängt. Nach 2000 Metern stand das Resultat fest: Rang 5 im A-Final der U23-Weltmeisterschaft. Es war das beste Resultat der Schweizer Delegation an dieser Weltmeisterschaft. Für Alexander ist dieser fünfte Rang ein ganz besonderer Erfolg. In seinem letzten U23-Jahr nochmals einen WM-A-Final zu erreichen und diesen auf dem fünften Platz zu beenden.
Ausblick U23 Europameisterschaften – diesmal im Skiff
Doch die Saison ist für Alexander noch nicht zu Ende. Der nächste und zugleich letzte grosse Höhepunkt seiner U23-Zeit wartet bereits: die U23-Europameisterschaften in Kruszwica (Polen) am 5. und 6. September 2026. Dort wird Alexander im Skiff, also im Einer, an den Start gehen. Nach dem Mannschaftserlebnis im Doppelvierer in Duisburg wartet damit eine ganz andere Herausforderung.
Mit der U23-Europameisterschaft in Polen geht für Alexander und auch Gian Luca Egli ein wichtiger Abschnitt ihrer Ruderlaufbahn zu Ende. Gian Luca musste den Start an der U23-Weltmeisterschaft in Duisburg kurzfristig verletzungsbedingt absagen. Für ihn war dies sehr hart, nachdem auch er sich intensiv auf diesen internationalen Höhepunkt vorbereitet hatte. Umso mehr hoffen wir, dass sich Gian Luca vollständig erholen kann und sie gemeinsam den Schritt in die Elite machen können.
Bericht Alexander Bannwart
Bilder: Detlev Seyb
U23-WM Duisburg: Rang fünf für Männer-Doppelvierer als Top Ergebnis | Swissrowing