Nach der Regatta in Lauerz stand bereits Schmerikon auf dem Programm. Im Zweiwochenrhythmus finden die Nationalen Regatten statt. Auch zu dieser Regatta reiste das Regattateam mit viel Energie und grosser Vorfreude an den Obersee (Zürichsee). Obwohl aufgrund der zahlreichen Motorboote meist wellige Bedingungen prognostiziert werden, zeigte sich der See an diesem Wochenende zunächst von seiner besten Seite.

Der Seeclub Stansstad musste keine eigenen Boote transportieren, da alle Athletinnen und Athleten in Renngemeinschaften (RGM) starteten. Dadurch konnten die Boote der Vereine Aarburg, Küssnacht und Zug genutzt werden. Als das Regattateam um 10:00 Uhr in Schmerikon eintraf, präsentierte sich das Wasser nahezu perfekt. Es herrschten ruhige Bedingungen mit kaum Wellen, sonnigem Wetter und leichtem Mitwind – ideale Voraussetzungen für schnelle und gute Ergebnisse.

Das erste Rennen des Tages bestritt die Renngemeinschaft Aarburg/Stansstad mit Laura Stornaiuolo (Bug) und Nevia Egli (Schlag) im Doppelzweier U15. Nach einem verhaltenen Start steigerten die beiden kontinuierlich ihre Bootsgeschwindigkeit, überholten ihre Gegnerinnen aus Lausanne und gewannen ihren Vorlauf souverän. Damit qualifizierten sie sich für das A-Finale am Sonntag. Rund 40 Minuten später ging J+S-Trainerin Serafina Merloni im Doppelzweier gemeinsam mit Martina Lendi vom Seeclub Küsnacht an den Start. Für Serafina war es das erste Rennen nach rund zwei Jahren Wettkampfpause. Trotz dieser langen Unterbrechung zeigten die beiden ein sehr starkes Rennen und sicherten sich den zweiten Rang hinter der Renngemeinschaft RC Reuss/RC Zürich.

Kurz darauf startete die Renngemeinschaft SC Stansstad/ SC Küssnacht im Doppelvierer der Juniorinnen U17. Das Teilnehmerfeld in dieser Kategorie ist sehr ausgeglichen und stark besetzt. Die vier jungen Athletinnen hatten vor dieser Regatta noch nie gemeinsam trainiert. Dennoch erreichten sie im Vorlauf den dritten Rang und qualifizierten sich damit für den Einzug ins A-Finale.

Das letzte Rennen des Tages bestritt die Renngemeinschaft Seeclub Stansstad/Seeclub Zug. Die beiden U23 Leichtgewichte mussten sich dabei gegen ein Feld von Schwergewichten behaupten. Da sie erst ein gemeinsames Training absolviert hatten, fanden sie erst im späteren Rennverlauf zu einem gemeinsamen Rhythmus. Am Ende reichte es für den vierten Rang. Somit werden die beiden am Sonntag im B-Finale starten, mit dem Ziel, gemeinsam ein besseres Resultat zu erarbeiten.

Nach einem rund vier- bis fünfstündigen Aufenthalt in Schmerikon machte sich das Regattateam auf den Heimweg. Der Fokus richtete sich bereits auf den Sonntag, an dem möglichst viele Medaillen angestrebt werden.

Am Sonntag mussten wir etwas früher aus den Federn. Denn bereits um 10:00 starteten Nevia Egli und Laura Stornaiuolo (RC Aarburg) im A-Finale des Doppelzweier U15. Diesmal glückte der Start etwas besser. Nach einigen Schlägen übernahmen die beiden die Führung. Im Verlauf des Rennens konnten sie ihren Vorsprung kontinuierlich ausbauen und schlussendlich mit drei Bootslängen Abstand das Finale klar gewinnen. Stolz ruderten sie an den Siegersteg und nahmen ihre Goldmedaille entgegen.

Wenig später ging es dann auch schon weiter mit dem Doppelvierer U17. Unter den vier starken Juniorinnen starteten Anna Soland und Alina Christinger mit zwei Athletinnen aus Küsnacht. Nach einem interessanten Start mit verdrehtem Ruder, ruderten sie engagiert zum zweiten Mal in dieser Konstellation ein packendes Rennen. Dieses blieb bis zum Schluss spannend. Die vier Juniorinnen belohnten sich mit einem dritten Rang und durften somit verdient beim Siegersteg ihre Bronzemedaille entgegennehmen. Erstaunlich, wie das für dieses Wochenende zusammengesetzte Boot in so kurzer Zeit erfolgreich werden konnte.

Als letzter im Bunde startete Josua Niederberger mit Leon Klass vom Seeclub Zug im B-Finale des Doppelzweier Männer Leichtgewicht. Diese Renngemeinschaft gibt Josua Niederberger die Möglichkeit, bei Regatten und an der Schweizermeisterschaft auch im Doppelzweier zu starten. Diese Chance nutzte er eindrücklich. Beherzt ruderte er mit seinem Zuger Bootspartner dem Sieg entgegen. Die Ausfahrt zum Siegersteg war allerdings vergeben, da es dieses Jahr im B-Final für die Sieger leider keine Medaillen gab. Doch die Freude war trotzdem gross, aber noch grösser war die Vorfreude darauf, dass, das Team zum Abschluss noch in den McDonalds durfte.

Für das Regattateam geht das Wochenende wohl als «Kurzregatta» in die Geschichte ein. Da man nur in den Renngemeinschaften startete und die Renntage entsprechend kurz waren. Jedoch motivieren die geglückten Rennen für die kommende Regatta in Cham und natürlich für die bevorstehenden Trainingstage. Ohne Fleiss kein Preis! Wir danken allen die uns die Daumen gedrückt oder uns angefeuert haben

Bericht von Josua Niederberger und Nevia Egli

Fotos von Alina Christinger, Othmar Egli und Patrick Rudaz