Auch das Langlauflager fand in diesem Jahr wieder statt, diesmal an einem neuen Ort und gemeinsam mit unseren Nachbarn aus Luzern. Obwohl der SCS mit 20 Junior:innen den grösseren Teil der Gruppe stellte, luden wir den Seeclub Luzern ein, eine Woche mit uns in Oberwald im Goms zu verbringen. Früher waren die Luzerner unter Jürgen Träger stets Teil des Langlauflagers, doch nach einem Trainerwechsel nahm das Interesse am Langlaufen ab. Mit dem neuen Headcoach Miroslav lebte diese Freundschaft nun wieder auf, sodass elf Luzerner Junioren und ihr Trainer teilnahmen.

Neben Irina, Patrick und Serafina war auch eine besonders wichtige Gruppe vor Ort: unser Küchenteam. Nach langer Suche meldeten sich gleich mehrere Breitensportler:innen des Seeclub Stansstad. Gaby Rohrer mit ihrem Ehemann Markus, Othmar Stocker mit Ehefrau Christine sowie Florentin Venzin übernahmen die Küche. Gaby brachte zusätzlich Silvio sowie seine beiden braunen, pelzigen Begleiter Tsara und Momo ins Team. Mit dieser grossartigen Unterstützung verschwanden sämtliche kulinarischen Sorgen – von Organisation über Einkauf bis zur Kochkunst. Drei Mahlzeiten pro Tag und die Berücksichtigung sämtlicher Wünsche liessen uns Trainer den Kochlöffel beruhigt abgeben. An dieser Stelle nochmals ein riesiges Dankeschön von ganzem Herzen an das Küchenteam.


Auch auf der Langlaufseite war das Lager ein Erfolg. Mit 30 – 40 Teilnehmer:innen lief eigentlich immer irgendwo irgendetwas. Von Schneeballschlachten und Nachtschlittlen, zu Brändi Dog undStadt-Land-Vollpfosten Spielturniere, über zu Spaziergängen und Tobereien mit Tsara und Momo und Tiefschneeabfahrten auf den Langlaufskis – es wurde nie langweilig.

Täglich standen zwei Einheiten auf der Loipe an. Morgens wurde in Leistungsgruppen trainiert, nachmittags durfte mit Freund:innen gelaufen werden. Für viele war es das erste Mal auf den dünnen Ski, aber bereits nach drei Tagen hatten alle die Kunst des Gleitens erlernt. In der ersten Lagerhälfte hatten wir grosses Glück mit dem Wetter. Die Loipen waren rassig, der Himmel blau und das Gommertal sonnengetränkt.
Dies änderte sich dann aber rasant von Dienstag auf Mittwoch. Der Winter brach nochmals über die ganze Schweiz ein. Auf den Loipen lagen mindestens 20-30cm Neuschnee und es schneite weiter. Die Loipen wurden gar nicht erst präpariert. Doch es gab kein Pardon, schliesslich waren wir ja in einem Trainingslager. Also schnallten wir unsere Skis an und kämpften uns durch die Tiefschneeloipe. Doch auch wenn diese Einheiten streng waren, die Junior:innen konnten auch in diesen Bedingungen den Spass am Langlaufen finden und an ihrer Ausdauer weiterarbeiten.

Während der gesamten Woche lief neben der offiziellen Winterolympiade auch die Lagerolympiade. In fünf Teams absolvierten die Junior:innen verschiedene Challenges, um sich den Lagersieg zu sichern. Der Auftakt erfolgte mit einem Orientierungslauf durch Oberwald, bei dem Posten via WhatsApp freigeschaltet wurden. Es folgten Quiz- und Kreativaufgaben, ein Hallenturnier, musikalische Challenges sowie am Freitag die eigentlichen olympischen Spiele mit Staffelwettkämpfen und Biathlon. Die Entscheidung fiel schliesslich im Skiteamtanz, bei dem Synchronität, Kreativität und der Einbezug des Skimaterials bewertet wurden. Nach einem engen Rennen setzte sich Team 4 mit einem Line Dance zu „Cotton Eye Joe“ durch, knapp vor Team 5 mit ihrer Interpretation des Schweizer Hits „Göschenen“ von Stubete Gang.

Die grossen Sieger:innen der Lagerolympiade waren am Ende Team 4 mit Anna und Noelle aus dem SCS und Uma und Lucian aus dem SCL.
Für die Lagerleitung war das Trainingslager ein schöner Erfolg und so wurde bereits auch wieder festgelegt, dass im nächsten Jahr wieder zusammen mit dem Seeclub Luzern ein Langlauflager stattfinden wird.

