Ende November reiste Patrick mit den Junior:innen im Schlepptau früh morgens ins neblige und kühle Rixheim. Jürgen begleitete ihn, um die beiden U23-Männer zu betreuen. Josua bestritt den Test über sechs Kilometer in der Leichtgewichtskategorie, während Alina und Anna über vier Kilometer im Skiff starteten. Für Anna war es der erste Langstreckentest, für Alina bereits der vierte. Auch Gian Luca und Alexander gingen im Skiff an den Start.
Alina konnte ihre Form über die vier Kilometer eindrücklich beweisen und belegte den dritten Rang. Vor ihr gewann Olivia vom Ruderclub Reuss, Alinas Viererkollegin Goldmedaillengewinnerin. Erst einmal an die Länge des Rennens gewöhnen musste sich Anna. Sie schloss jedoch mit einem guten Resultat im Mittelfeld ab und durfte mit ihrem ersten Langstreckenergebnis zufrieden sein. Josua meinte nach dem Rennen lediglich: „Heute ist nicht mein Tag“, weshalb wir an dieser Stelle nicht näher auf das Resultat eingehen. Eine zweite Chance erhält er am dritten Langstreckentest im März. Alexander bestätigte seine starke Form, die sich bereits seit den Europameisterschaften zeigte, erneut auch im Skiff und erreichte im gut besetzten Elitefeld den 10. Rang. Gian Luca, der im Herbst mit Rückschritten zu kämpfen hatte, konnte sich auf seine technischen Fähigkeiten und sein Bootsgefühl verlassen und ruderte auf einen soliden 12. Rang.

Ende Januar ging es erneut nach Rixheim, diesmal jedoch mit einer kleineren Seeclub-Vertretung. Gian Luca hatte am selben Tag zwei Uni-Prüfungen, Alexander wurde mitten im Prüfungsstress krank und Josua verzichtete auf den Start. Somit blieben Anna, Alina und Nevia übrig. Für die U15-Juniorin Nevia war es die erste Teilnahme an einem Langstreckentest.
Gemeinsam mit Anna startete sie im Doppelzweier über vier Kilometer. Ziel war es, erste Erfahrungen zu sammeln, möglicherweise Punkte für eine nationale Swiss-Olympic-Karte zu gewinnen und einen Wettkampf in der sonst eher trägen Winterzeit zu bestreiten. Anna und Nevia ruderten ein starkes Rennen vom Start bis ins Ziel. Mit nur einer gemeinsamen Einheit im Boot erreichten sie den 4. Rang und verpassten das Podest um weniger als eine halbe Sekunde, während sie weniger als 15 Sekunden hinter dem Siegerboot aus Luzern lagen – ein klares Zeichen für weiteres Potenzial.

Auch Alina zeigte ein gutes Rennen, konnte jedoch nicht ganz mit den beiden führenden Athletinnen mithalten, die bereits an der ersten Langstrecke vorne lagen. Am Ende resultierte dennoch ein vierter Rang und erneut ein tolles Ergebnis für die Hergiswilerin.